Polizei stoppt flüchtigen Autofahrer durch PIT-Manöver – Drogentest verweigert

Dramatische Momente erlebten Polizisten am Donnerstag, dem 22. Januar, in der Region Sokolov bei der Verfolgung eines Audi-Fahrers. Dieser reagierte auf die Anhalteaufforderungen mit einer rasanten Flucht, bei der er durch Geisterfahrten und überhöhte Geschwindigkeit in Ortschaften andere Verkehrsteilnehmer gefährdete. Die gefährliche Fahrt konnte erst durch das professionelle Eingreifen der Streife beendet werden.

Foto: Video der Polizei CR

Der Polizeisprecher Oberfähnrich (nprap.) Jan Bílek beschrieb den gesamten Vorfall wie folgt: „Am Donnerstag, dem 22. Januar dieses Jahres, kurz nach 14:00 Uhr, bemerkten Polizisten der örtlichen Dienststelle Sokolov-Stadt in der Nähe der Gemeinde Březová einen vorbeifahrenden PKW der Marke Audi. Sie entschieden sich, das Fahrzeug vorschriftsmäßig anzuhalten und die Insassen zu kontrollieren. Der Fahrer reagierte zunächst auf das Signal und hielt mit dem Fahrzeug an. Als die Polizisten jedoch ausstiegen, um die Kontrolle durchzuführen, ergriff der 41-jährige Mann die Flucht. Mit hoher Geschwindigkeit setzte er seine Fahrt in Richtung der Gemeinde Šabina fort, wobei er auf wiederholte Aufforderungen zum Anhalten mittels Blaulicht, Sirene und der Leuchtaufschrift STOP POLICIE nicht reagierte.

Während der gefährlichen Fahrt fuhr er im Gegenverkehr, erreichte in einer der Gemeinden eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h und fuhr weiter in Richtung Libavské Údolí. Da er durch seine gefährliche und rücksichtslose Fahrweise wiederholt die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gefährdete, entschieden sich die Polizisten, von ihrer Befugnis zum Stoppen des Fahrzeugs Gebrauch zu machen. Dabei warteten sie einen geeigneten Straßenabschnitt ab, in dem keine weiteren Verkehrsteilnehmer anwesend waren. Anschließend setzten sie ein Zwangsmittel zum gewaltsamen Stoppen des Automobils ein und brachten das flüchtende Fahrzeug mithilfe eines Rammschutzes zum Stehen.

Doch selbst das hielt den Fahrer nicht auf; er bog auf einen Waldweg ab, wo er fast verunfallte. Schließlich hielt er mit dem Fahrzeug an und wurde vor Ort festgenommen. Im Fahrzeug reiste zudem eine 47-jährige Beifahrerin mit, die ebenfalls vorläufig festgenommen wurde. Bei der Festnahme machten die Polizisten von ihren Befugnissen Gebrauch und setzten als Zwangsmittel die Androhung der Schusswaffe ein.

Ein Atemalkoholtest bei dem Mann verlief negativ. Einem Test auf die Anwesenheit von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen verweigerte er sich. Eine anschließende Überprüfung ergab, dass gegen ihn ein gültiges Fahrverbot vorliegt.

Die Polizei in Sokolov hat dem 41-jährigen Mann aus der Region Sokolov den Verdacht der Begehung einer Straftat – Missachtung einer behördlichen Entscheidung und Ausweisung – mitgeteilt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.“