Nach der Winterpause öffnet das Stadtmuseum Franzensbad wieder seine Pforten für Besucher. Diese können sich auf eine Reihe von Neuheiten freuen. Zu sehen sind beispielsweise ein einzigartiges Modell der Franzensbader jüdischen Synagoge oder eine Münze aus der Regierungszeit von Kaiser Franz I., dem Gründer von Franzensbad. Das Museum öffnet am Dienstag, den 27. Januar um 10:00 Uhr. Am selben Tag findet ab 17:00 Uhr die Vernissage der Ausstellung mit dem Titel „Franzensbad in Bildern und Medien“ statt.
„Die Ausstellung hält den Wandel der Stadt von ihrer Glanzzeit an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs fest. Sie verfolgt nicht nur die bauliche Entwicklung ikonischer Objekte wie des Božena-Němcová-Theaters, der Glauber-Luitpoldhalle oder des Hotels Harvey, sondern zeigt auch, wie sich die Stadt ihre noble Atmosphäre im kollektiven Gedächtnis bewahrt“, so Museumskurator Ladislav Taušner.
Besucher erfahren zudem Wissenswertes über Filme, in denen die Kurstadt als Kulisse diente – von der Dokumentation der Gebrüder Degl aus dem Jahr 1921 über den populären „Alfons Karásek“ (1971) und die Komödie „Zieh diesen Pullover nicht aus“ (1980) až po den Oscar-prämierten Film „Kolya“ (1996) oder die aktuelle Serie „Oktopus“.
„Die Gäste können sich zudem auf einen detaillierten Blick auf die Baugeschichte bedeutender Gebäude freuen, wie etwa die einzigartige Entstehungsgeschichte der Glauber-Luitpoldhalle, die über der Quelle mit dem weltweit höchsten Gehalt an Glaubersalz errichtet wurde“, erläurterte der Kurator.
Nicht fehlen darf auch eine faszinierende Sammlung historischer Fotografien, Postkarten und Veduten, die zeigen, wie sich die Stadt im Laufe der Jahre der Welt präsentierte.
Ein fester Bestandteil der Wiedereröffnung wird die Vorstellung des einzigartigen Modells der Franzensbader jüdischen Synagoge sein, die während der Reichskristallnacht 1938 zerstört wurde. In der Kurstadt stand sie bereits seit 1875. An der Herstellung des Modells arbeitete der Modellbauer Jaroslav Karban aus Asch. Das Modell der Synagoge ist im Maßstab 1:25 gefertigt und wird zu einem dauerhaften Exponat des Museums.
In der Dauerausstellung wird zudem neu ein Gipsabguss des First-Akroterions vom Uhrengiebel des Franzensbader Bahnhofs zu sehen sein. Zudem kann die Öffentlichkeit einen historischen Kreuzer aus der Regierungszeit von Kaiser Franz I. besichtigen.
