Kriminalisten deckten Drogenschmuggel in Gefängnisse auf: Pervitin und Fentanyl sogar in Unterwäschenähten gefunden

Der Kampf gegen Drogen endet nicht an den Gefängnistoren. Kriminalisten aus Sokolov haben in Zusammenarbeit mit dem Justizvollzugsdienst Dutzende Fälle aufgedeckt, in denen berauschende Mittel zu den Verurteilten gelangen sollten. Die Schmuggler nutzen immer raffiniertere Methoden – von getränkten Zeitschriften bis hin zu in die Kleidung eingenähten Drogen. Die Polizei warnt nun, dass den Absendern solcher Sendungen harte Strafen drohen.

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Polizeisprecher Jakub Kopřiva äußerte sich zur Situation: „Die Kriminalisten aus Sokolov, die sich auf die Drogenproblematik in den Gefängnissen Kynšperk nad Ohří und Horní Slavkov spezialisieren, konzentrieren sich in Zusammenarbeit mit den beauftragten Polizeiorganen der Abteilungen für Prävention und Beschwerden beider Gefängnisse weiterhin erfolgreich auf die Verteilung von Suchtstoffen und psychotropen Substanzen, die für Häftlinge bestimmt sind. Allein im vergangenen Jahr haben die Ermittler in Sokolov in der genannten Zusammenarbeit mehrere solcher Fälle realisiert.“

„In das Gefängnis Kynšperk nad Ohří gelangte beispielsweise im Jahr 2025 eine Sendung mit einer Zeitschrift, bei der die Aufseher entdeckten, dass auf mehreren Seiten eine größere Menge Fentanyl-Pflaster eingeklebt war. In sogenannten ‚Briefchen‘ (psaníčka) wurde zudem eine weitere verbotene Substanz, Marihuana, gefunden“, beschrieb der Sprecher konkrete Fälle.

Ähnlich stellt sich die Lage im Gefängnis Horní Slavkov dar. „Dort wurde per Post ein Paket an einen bestimmten Häftling geschickt. Bei der Kontrolle des Pakets wurde ein Terminkalender mit zusammengeklebtem Einband gefunden, in dem zwei Tütchen mit einer unbekannten kristallinen Substanz versteckt waren. In einem weiteren Paket an einen anderen Insassen wurde eine Plastiktüte mit einer weißen kristallinen Substanz in einer Rasiercreme-Tube entdeckt. In einem anderen Fall wurde bei der Paketkontrolle eine weiße kristalline Substanz gefunden, die in die Nähte von Unterwäsche eingenäht war“, ergänzte Jakub Kopřiva.

Wie aus diesen Fällen ersichtlich wird, besteht seitens der Verurteilten das größte Interesse an den Drogen Pervitin und Fentanyl sowie am Medikament SUBOXONE, das den verbotenen Stoff Buprenorphin enthält. Laut dem Sprecher haben es die Ermittler oft mit sehr ausgeklügelten Methoden zu tun, mit denen Personen hinter den Gefängnismauern versuchen, an Drogen zu gelangen oder diese selbst hineinzuschmuggeln.

„Den Kriminalisten gelang es in enger Zusammenarbeit mit den Beamten für Prävention und Beschwerden des Gefängnisses Kynšperk in der Vergangenheit auch, einen Fall aufzuklären, bei dem Verurteilte Suchtstoffe an einem Arbeitsplatz außerhalb des Gefängnisses erwarben. Diese Stoffe verteilten sie anschließend unter anderen Häftlingen. Eine Person, die Drogen in das Gefängnis schickt oder sich in irgendeiner Weise an dieser Handlung beteiligt, begeht selbstverständlich eine Straftat. Diese Personen wurden im Rahmen der genannten Fälle zur Verantwortung gezogen“, betonte Oberwachtmeister (nprap.) Kopřiva.

Abschließend erinnert die Polizei daran, dass das Strafgesetzbuch eine klare Sprache spricht: „Wer unbefugt Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe, Präparate, die Betäubungsmittel oder psychotrope Stoffe enthalten, Vorläuferstoffe oder Gifte herstellt, einführt, ausführt, durchführt, anbietet, vermittelt, verkauft oder auf andere Weise einem anderen verschafft oder für einen anderen bereithält, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Die Kriminalisten werden den Kampf gegen diese schwerwiegende Problematik in beiden Gefängnissen auch weiterhin fortsetzen.