Seit Sonntag, dem 8. Februar, beobachten Seismologen im tschechischen Grenzgebiet eine erhöhte seismische Aktivität. Die Erschütterungen traten diesmal zwischen den Gemeinden Kaceřov und Milhostov auf. Da die Beben auch im deutschen Grenzgebiet deutlich zu spüren waren, sind Meldungen der dortigen Bewohner für die Forschung von großer Bedeutung. Jede Beobachtung hilft den Wissenschaftlern dabei, das Ausmaß der Aktivität besser zu verstehen.
Sollten Sie Erschütterungen verspüren, füllen Sie bitte so schnell wie möglich den makroseismischen Fragebogen aus – entweder auf der Website des Geophysikalischen Instituts oder direkt in der tschechischen App SeisLok. Jede Nachricht über ein verspürtes Beben ist für die Wissenschaft sehr wertvoll.
„Das stärkste Beben hatte nach manueller Revision eine Magnitude von 2,6 und ereignete sich am Sonntag, dem 8. Februar, um 16:38 Uhr unserer Zeit (15:38 UTC). Das Zentrum lag in einer Tiefe von 9,6 Kilometern“, bestätigte die Seismologin Jana Doubravová vom Geophysikalischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.
Bisher verzeichneten Experten zehn Beben mit einer Magnitude über 2,0, von denen mehrere deutlich spürbar waren.
„Das Geophysikalische Institut registriert bisher 70 Meldungen über verspürte Erschütterungen während dieser Aktivität. Im Vergleich zur Aktivität bei Luby im Januar ist dieser Ort weniger von Erdbebenwärmen betroffen, jedoch wurde hier bereits in der Vergangenheit mehrfach seismische Aktivität verzeichnet. Die Entwicklung können Sie in der neu aktualisierten App Seislok verfolgen“, so die Seismologin weiter.
Wenn Sie ein Erdbeben verspüren, können Sie dies über die App durch Drücken des Seismogramm-Symbols melden. Ebenso kann die Meldung online unter folgendem Link ausgefüllt werden: .https://www.ig.cas.cz/makroseismicky-dotaznik/
