Obwohl sich der folgende Fall in der benachbarten Region Ústí nad Labem ereignete, verdient er als kuriose Besonderheit sicherlich auch bei uns Aufmerksamkeit. Er beweist nämlich, dass der Einfallsreichtum mancher „Profis“ keine Grenzen kennt und dass die Polizeiarbeit gelegentlich Situationen hervorbringt, die sich selbst ein Drehbuchautor nicht hätte ausdenken können.
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Am vergangenen Freitag spielte sich in der Straße Čsl. Mládeže in Most eine Szene wie aus einer schlechten Komödie ab. Zwei Männer im Alter von 40 und 43 Jahren brachen am helllichten Tag in eine Wohnung ein, von der sie offenbar glaubten, sie stünde schon länger leer. Die Polizei war nur wenige Minuten nach der Mittagszeit vor Ort und umstellte sofort das Gebäude, um jeglichen Fluchtversuch zu verhindern.
Die ungebetenen Gäste hatten zwar routiniert das Schloss geknackt, weigerten sich jedoch, die herbeigerufenen Streifen hereinzulassen. Die Situation eskalierte bis hin zum Einsatz der Feuerwehr, da die inzwischen eingetroffene Eigentümerin den Schlüssel aufgrund des beschädigten Schließzylinders nicht einmal bewegen konnte. Sobald die Feuerwehrleute die Tür geöffnet hatten, erwartete die Polizisten eine Überraschung. Das Duo versuchte nämlich nicht etwa Widerstand zu leisten, sondern setzte auf eine ziemlich naive Tarnung.
„Die Polizisten betraten die Wohnung und suchten nach den zwei Besuchern, die versuchten, sich zu verstecken. Sie verbargen sich in der Küche am Fenster unter einer Decke. Ohne Erfolg“, beschrieb Polizeisprecher Oblt. Václav Krieger den kuriosen Moment.
Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass die festgenommenen Männer keine Anfänger sind. Sie verfügen über reichlich Erfahrung mit kriminellen Aktivitäten und wurden beide in den letzten Jahren wiederholt verurteilt. Der Ältere von ihnen war sogar erst im Dezember aus dem Gefängnis zurückgekehrt.
„In der örtlichen Dienststelle wurde ihnen der Tatverdacht des Diebstahls durch Einbruch und der Verletzung des Hausfriedens mitgeteilt. Aufgrund ihrer bewegten Vergangenheit wurde auf Basis der polizeilichen Unterlagen entschieden, dass sie in Untersuchungshaft auf die Hauptverhandlung warten“, ergänzte Oblt. Václav Krieger. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihnen nun ein Aufenthalt von bis zu drei Jahren hinter Gittern, wo ihnen keine Decke mehr beim Verstecken helfen wird.
