„Hilfe, eine Schlange würgt mich!“ Feuerwehr befreit Mann aus dem Griff einer Dunklen Tigerpython

Ein ungewöhnlicher und sehr dramatischer Hilferuf ging am Montag, den 5. Januar, nach halb sechs Uhr abends bei den Disponenten der Notrufzentrale ein. Am anderen Ende meldete sich ein Mann aus Hroznětín in der Region Karlsbad mit einer verzweifelten Bitte: „Ich brauche Hilfe, eine Schlange würgt mich.“

(Foto: Feuerwehr der Region Karlsbad / HZS Karlovarského kraje)

Der Besitzer einer Dunklen Tigerpython präzisierte, dass sich sein eigenes Reptil um seinen Hals gewickelt habe und er es aus eigener Kraft nicht mehr abnehmen könne. An der Stimme des Anrufers war bereits am Telefon erkennbar, dass er unter schweren Atemnot litt. Die Einsatzzentrale entsandte umgehend zwei Feuerwehreinheiten an die angegebene Adresse und informierte zudem den Rettungsdienst.

Sekunden entschieden Als Erste trafen die Berufsfeuerwehrleute der Wache Ostrov am Einsatzort ein – nur sieben Minuten nach dem ersten Anruf. Die Situation vor Ort war kritisch. Sie bestätigten, dass die etwa zwei Meter lange Schlange den Hals des Mannes fest umschlang, welcher sich bereits im Zustand beginnender Bewusstlosigkeit befand.

Den Einsatz beschrieb der Sprecher der Feuerwehr der Region Karlsbad, Martin Kasal: „Mit erheblichem Kraftaufwand gelang es den Feuerwehrleuten, die Schlange vom Hals des Mannes zu entfernen, ohne dem Tier Schaden zuzufügen. Sie legten sie sicher zurück in das Terrarium. Gleichzeitig leisteten sie dem Mann sofort Erste Hilfe, einschließlich einer Sauerstofftherapie, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.“

Interessanterweise war dies nicht der erste Besuch der Feuerwehr bei diesem Halter. Bereits im Mai des vergangenen Jahres rief der Mann um Hilfe, als dieselbe Schlange, eine Python namens Marry, in einer Türkonstruktion stecken geblieben war und befreit werden musste. Während man damals um das Leben des Reptils bangte, ging es diesmal um das nackte Überleben des Besitzers.

Laut Martin Kasal gehören Einsätze mit den verschiedensten Tieren zum Arbeitsalltag der Feuerwehr, doch dieser Fall war absolut einzigartig. „Die Feuerwehr verzeichnet jedes Jahr eine große Anzahl an Einsätzen mit Tieren, aber weder die Einsatzkräfte vor Ort noch die Disponenten der Notrufleitung können sich daran erinnern, dass jemals jemand wegen einer Würgeschlange um den eigenen Hals um Hilfe gerufen hätte“, schloss der Sprecher.

Dank des schnellen Eingreifens und der körperlichen Stärke der Feuerwehrleute aus Ostrov endete dieser Vorfall ohne tragische Folgen.