Karel Kryl verstarb vor 32 Jahren. Erinnern Sie sich an sein Egerer Konzert aus dem Jahr 1990

Das heutige Datum, der 3. März, steht im Zeichen des Gedenkens an einen der bedeutendsten Künstler unserer neuzeitlichen Geschichte. Genau heute jährt sich zum 32. Mal der Tag, an dem der Dichter und Liedermacher Karel Kryl unerwartet in München verstarb. Obwohl er uns im Alter von nur 49 Jahren verließ, bleiben seine Texte und Melodien unglaublich aktuell und sprechen Zuhörer über alle Generationen hinweg an.

Karel Kryl wurde zum Symbol des Widerstands gegen die Unfreiheit. Sein erstes Album Bratříčku, zavírej vrátka (Brüderchen, schließ die Pforte) erschien 1968 als unmittelbare und erschütternde Reaktion auf die Invasion der Truppen des Warschauer Paktes. Ein Jahr später entschied sich der Künstler für die Emigration und beantragte politisches Asyl in Deutschland. Doch auch im Exil hörte er nicht auf zu schaffen – er veröffentlichte Alben, publizierte seine Gedichte und wurde zu einer der markantesten Stimmen des Senders Radio Free Europe.

In seine geliebte Heimat konnte er erst nach langen zwanzig Jahren zurückkehren, genau am 30. November 1989. Nach seiner Rückkehr reiste er durch tschechische und slowakische Städte, um sein Publikum wiederzutreffen, das seine Lieder oft nur von geschmuggelten Aufnahmen kannte.

Eine dieser unvergesslichen Begegnungen fand auch in unserer Region statt. Dank einzigartiger Aufnahmen des Autors Milan Daněk können wir nun eine Zeitreise unternehmen und uns die Aufzeichnung von Karel Kryls Konzert in Eger (Cheb) aus dem Jahr 1990 ansehen. Das Video fängt die Atmosphäre der damaligen Zeit sowie die unwiederholbare Energie eines Mannes ein, dessen Stimme zum Gewissen der Nation wurde.

Karel Kryl starb plötzlich am 3. März 1994 an den Folgen eines Herzinfarkts. Es ging ein Dichter, der nie vor der Wahrheit zurückwich und dessen Lieder uns auch nach Jahrzehnten noch Mut und Freiheit lehren.