Das Naturschutzgebiet Soos öffnet seine Tore. Besucher erwarten Mofetten und unveränderte Eintrittspreise

Das Nationale Naturreservat Soos nimmt nach der Winterpause seinen Betrieb wieder auf. Das einzigartige Areal bei Franzensbad, bekannt für seine Moore und Mofetten, öffnet für Besucher bereits diesen Samstag, den 28. Februar. Das Reservat startet damit in seine 62. Saison.

Von März bis Mai ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. „In diesem Jahr werden die Eintrittspreise nicht geändert. Erwachsene zahlen für den Eintritt zum Lehrpfad und in die zwei Museen 130 Kronen. Senioren, Studenten und Inhaber eines ZTP-Ausweises zahlen 110 Kronen, für Kinder von 6 bis 15 Jahren kostet der Eintritt 80 Kronen“, so die Geschäftsreferentin des Städtischen Kulturzentrums Franzensbad, Kateřina Alblová.

Das Reservat umfasst ausgedehnte Hoch- und Niedermoore, in denen in sogenannten Mofetten Mineralwasser und Kohlendioxid austreten. Der Lehrpfad führt über den Boden eines ausgetrockneten Salzsees. Eine europäische Rarität ist das hiesige Kieselguhr-Schild – Ablagerungen von Kieselalgenschalen, die mit einer Schicht von Mineralsalzen bedeckt sind und das Bild einer „Mondlandschaft“ erzeugen. Die spezifischen Bedingungen des Standortes ermöglichen das Vorkommen geschützter Tiere und salzliebender Pflanzen.

Ein bedeutender Punkt der Route ist die Kaiserquelle (Císařský pramen). Sie enthält eine große Menge an Mineralstoffen, insbesondere Glaubersalz und Eisensulfat. Mit einer Temperatur zwischen 14 und 18 °C ist sie die wärmste Mineralquelle im gesamten Egerland. Aufgrund ihres Geschmacks gehört sie zu den beliebtesten Quellen der Umgebung, obwohl sie eine abführende Wirkung hat.

Teil des Besuchs sind auch die Museumsexpositionen. Diese widmen sich der Natur des Reservats, der Vogelwelt im Egerland und der Geschichte der Erde. In der paläontologischen Abteilung sind Modelle prähistorischer Echsen in Lebensgröße zu sehen.