Rettungsstation in Soos rettet Dutzende Tiere. Öffentlichkeit kann durch Adoptionen helfen

Mit dem Saisonstart im Nationalen Naturreservat Soos am Samstag, den 28. Februar, öffnet auch die dortige Rettungsstation wieder ihre Pforten für Besucher. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe des Besucherzentrums und des Eingangs zum Lehrpfad.

Die Station spielt eine unersetzliche Rolle bei der Rettung von Wildtieren. Erst kürzlich konnten sich die Mitarbeiter dank der sogenannten „Animal Box“ davon überzeugen – einer speziellen Rettungsbox, in der Menschen gefundene, verletzte Tiere ablegen können.

Foto des geretteten Reihers: Miroslav Piskáček

„In der Box fanden wir einen Reiher, der stark erschöpft war. Nach einer kurzen Untersuchung und der nötigen Ruhepause konnten wir ihn jedoch wieder in die freie Natur entlassen. Auch ein Uhu mit einem angefahrenen Flügel landete in der Box. Auch dieser Greifvogel kehrte nach erfolgreicher Behandlung in seinen natürlichen Lebensraum zurück“, so die Leiterin der Rettungsstation, Markéta Hrušková.

Foto des geretteten Uhus: Archiv der Rettungsstation

Die Rettungsstation in Soos kümmert sich um Dutzende Tiere in Not. Während einige Patienten nach der Genesung in die Natur zurückkehren, bleiben andere aufgrund bleibender Schäden lebenslang in menschlicher Obhut. Für die Station stellt dies eine erhebliche finanzielle Belastung dar, bei der die breite Öffentlichkeit durch Adoptionen helfen kann.

Füchsin Maruška: Archiv der Rettungsstation

„Jeder kann eine helfende Hand reichen. Es genügt, fast ein beliebiges Tier aus unserer Einrichtung auszuwählen und zu adoptieren. Der Adoptionsvertrag wird für ein Jahr abgeschlossen, und die Gebühr wird individuell festgelegt. Standardmäßig deckt sie die Futterkosten ab. Wenn sich jedoch für ein Tier mehrere Adoptiveltern finden, verwenden wir diese Mittel auch für die tierärztliche Versorgung, Einstreu oder notwendige Reparaturen an den Volieren“, erklärte Markéta Hrušková.

Leiterin der Rettungsstation Markéta Hrušková

Eine der dauerhaften Bewohnerinnen ist zum Beispiel die Füchsin Maruška, die vor Jahren von einem Auto angefahren wurde. Obwohl sie keine Brüche erlitten hat, kämpft sie mit Schäden am Nervensystem, sieht und hört schlecht. Sie kann nicht mehr in die Natur zurückkehren, ebenso wie der Storch „Chebáček“, dem ein Bein fehlt. Neben ihnen sind in der Station Greifvögel, Schwäne, Enten, aber auch Schafe oder Puten zu sehen.

Große Aufmerksamkeit der Besucher genießt regelmäßig auch die hiesige Krähe. „Dieser intelligente Vogel zeigt sich sehr gerne. Während der Besichtigungen tut er alles, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen, führt verschiedene Kunststücke vor und kommuniziert lautstark“, ergänzte die Stationsleiterin mit einem Lächeln.