Die Vergangenheit von Franzensbad erwachte durch den frisch erschienenen „Historischen Städteatlas der Tschechischen Republik“ zu neuem Leben. Dieser einzigartige Band dokumentiert den Wandel der Kurlandschaft von den ersten Erwähnungen der Heilwässer bis hin zu ihrer modernen Entwicklung. Die feierliche Buchtaufe des Atlasses fand am Donnerstag, den 12. Februar, in den Räumlichkeiten des Stadtmuseums Franzensbad statt. Dort konnten die Besucher neben seltenen Karten auch die neue Ausstellung „Franzensbad in Bildern und Medien“ besichtigen oder die ständigen Sammlungen besuchen.
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„Es handelt sich um den 36. Band des Historischen Städteatlasses der Tschechischen Republik, herausgegeben vom Historischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Das Projekt ist deshalb so außergewöhnlich, weil es mithilfe alter Pläne, Veduten und Rekonstruktionskarten festhält, wie sich die Stadt im Laufe der Zeit verändert hat. Das Besondere an dieser Ausgabe ist der detaillierte Blick auf den Kur-Urbanismus und die Landschaft, die der Mensch gezielt für die Bedürfnisse der Balneologie mitgestaltet hat“, erklärte der Kurator Ladislav Taušner, der gleichzeitig Mitautor des Atlasses ist.
Bei der Vorstellung der Publikation sahen die Besucher ausgewählte Bildbeilagen und besuchten auch die Dauerausstellung des Museums, zu der neuerdings auch ein Modell der jüdischen Synagoge gehört.
„Der Atlas ist Franzensbad als einem einzigartigen Beispiel einer klassizistischen Kurstadt gewidmet. Er dokumentiert den Weg von der ersten Erwähnung der Mineralwässer im Jahr 1502 über die Gründung des Bades durch Dr. Bernhard Adler im Jahr 1785 bis hin zur Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1865“, ergänzte Taušner und fügte hinzu, dass die Publikation auch die neuere Geschichte widerspiegelt, einschließlich der Entstehung des städtischen Denkmalreservats.
Auf 38 Seiten finden die Leser einen Text- und Kartenteil, der die Geschichte dieses bedeutenden Punktes im Westböhmischen Bäderdreieck abbildet. Der Atlas ist ab sofort im Stadtmuseum Franzensbad, an der Kasse des Naturschutzgebiets Soos und auf der Burg Seeberg erhältlich.
