Der Tag des Heiligenfests der Lucia, der auf den 13. Dezember fällt, war in den traditionellen Vorstellungen des mitteleuropäischen Landlebens stets von besonderem Zauber und zugleich Gefahr umgeben. An diesem Tag und am Vorabend musste sorgfältig auf Ordnung geachtet werden, da die Zeit mit dem möglichen Einfluss böser Geister in Verbindung gebracht wurde. Genau deswegen zogen sogenannte Lucky durch die Dörfer.
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Obwohl diese Gestalten in Weiß gekleidet waren, stellten sie keine Heiligen dar. Im Gegenteil, ihre Aufgabe war es, über die Ordnung der Häuser zu wachen und diejenigen zu bestrafen, die sich nicht an die eingeführten Regeln des Advents hielten.
Die Lucky gingen in unheimlichen Kostümen, oft mit einem langen weißen Schnabel – einem Symbol der Reinigung von allem Alten und Unerwünschten – durch die Haushalte. Ihr Hauptziel war es, die Ordnung der Häuser zu überwachen.
Verbot von Handarbeiten: Die Hausfrauen durften sich an diesem Tag nicht den Handarbeiten widmen, also auch nicht dem in dieser Zeit üblichen Spinnen, Nähen, Waschen oder Federnrupfen.
Die Lucky beschenkten die braven Kinder.
