Reisende im beliebten westböhmischen Kurort können den renovierten Bahnhof nun in vollem Umfang nutzen. Das Gebäude, das ein Eingangstor zur Stadt und gleichzeitig ein Zeuge der Geschichte ist, hat sein historisches Aussehen zurückerhalten, bietet aber zugleich moderne und komfortable Räumlichkeiten. Besonders auffällig ist die hellrosa Fassade, die auf dem ursprünglichen Farbkonzept basiert.
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Die Bürgermeisterin von Franzensbad, Mgr. Lenka Průšová, erklärte anlässlich der feierlichen Eröffnung: „Der heutige Tag ist ein historischer Moment für Franzensbad (Františkovy Lázně). Es ist ein Festtag, an dem wir das komplett sanierte Bahnhofsgebäude eröffnen. Wir Einheimischen wissen sehr gut, dass wir lange Jahre auf seine Wiederherstellung gewartet haben. Der Bahnhof ist nämlich nicht nur ein Eingangstor zu unserer Stadt, sondern auch ein wichtiger Zeuge und Erinnerer unserer Geschichte. Deshalb freue ich mich außerordentlich, dass die Sanierung auf so einzigartige Weise gelungen ist – alle historischen Elemente wurden bewahrt, und das Gebäude hat gleichzeitig einen modernen und komfortablen Charakter erhalten. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die an diesem großartigen Werk beteiligt waren.“
Die Bauarbeiten fanden seit Anfang letzten Jahres statt und die Gesamtkosten beliefen sich auf über 252 Millionen Kronen.
„Franzensbad steht seit dem Jahr 2021 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und das Bahnhofsgebäude selbst ist Teil des städtischen Denkmalreservats. Die Bauarbeiten wurden daher von Denkmalschützern überwacht, die unter anderem über die hellrosa Farbe der Fassade entschieden. Diese war typisch für die Sächsischen Eisenbahnen, denen ursprünglich auch der hiesige Bahnhof gehörte“, erklärt Dušan Gavenda, Pressesprecher der Eisenbahnverwaltung (Správa železnic).
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Auch das Dach und die Form der historischen Gesimse erhielten ihr ursprüngliches Aussehen zurück. Bauliche Anpassungen im Innenraum umfassten die vollständige Erneuerung von Fußböden, Wänden und Decken sowie die Aufarbeitung von Türen und Fenstern. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sind nun vollständig barrierefrei. Reisende finden hier neben den Fahrkartenschaltern auch einen Imbissstand.
Die Rekonstruktion war anspruchsvoll, unter anderem aufgrund der Entdeckung umfangreicher Schäden an den Holzkonstruktionen durch den Hausschwamm. Die Gesamtkosten des Baus erreichten exakt 252 161 484 Kronen.
Das Projekt ist für eine Kofinanzierung durch die Europäische Union über den Mechanismus für einen gerechten Übergang (JTM) vorgesehen.
