In der bayerischen Grenzstadt Bärnau verbinden sich in diesem Jahr zeitgenössische Kunst, Handwerk und grenzüberschreitender Dialog. Die Galerie Punktum am Deutschen Knopfmuseum eröffnet am 21. Mai eine Ausstellung von Michal Škapa, einem der profiliertesten zeitgenössischen tschechischen Künstler, der häufig unter dem Pseudonym TRON agiert.
Foto: Archiv der Organisatoren
Die Ausstellung mit dem Titel Light Interchange / Ampelkreuzung / Světelná křižovatka bietet nicht nur einen Querschnitt durch Škapas Schaffen, sondern auch ein Werk, das eigens für die Räumlichkeiten der Galerie Punktum und für die Stadt Bärnau selbst geschaffen wurde.
„Die Eröffnung einer Ausstellung eines so bedeutenden Künstlers ist für uns eine großartige Gelegenheit, die Kraft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu zeigen“, erklärt Markéta Monsportová seitens der Organisatoren. „Wir wollten moderne Energie nach Bärnau bringen und sie mit dem lokalen Umfeld verknüpfen. Michal Škapa ist die ideale Persönlichkeit für dieses Vorhaben, da sein Schaffen ein breites Publikum auf beiden Seiten der Grenze anzusprechen vermag.“
Von der Straße in die Galerie – und weiter
Michal Škapa gehört zu den markantesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen tschechischen Kunstszene. Seine Arbeit wurzelt im Bereich Graffiti und Urban Art, greift jedoch längst auf Malerei, Objekte und experimentelle Formen über. Charakteristisch für ihn ist die Arbeit mit der Dynamik der Linie, der Energie des Raumes und einer starken visuellen Identität.
„Es fasziniert uns, wie er mit dem Raum arbeiten und die rohe Energie von der Straße in ein Galerieumfeld übertragen kann“, ergänzt Markéta Monsportová.
Škapas Werke wurden nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch im Ausland präsentiert, unter anderem in Asien oder den USA, und sind Teil bedeutender privater und musealer Sammlungen. Nun können sie erstmals in diesem einzigartigen Kontext auch von den Besuchern in Bärnau bewundert werden.
