Die Verkehrspolizei in der Region Karlsbad hatte am Dienstag, dem 16. September, alle Hände voll zu tun mit Fahrern, die die erlaubte Geschwindigkeit deutlich überschritten. Einer von ihnen raste mit fast 200 km/h an einer Polizeistreife vorbei. Auf der Straße I/13 in Richtung Ostrov (deutsch: Insel) maß die Polizei bei einem Fahrer eines luxuriösen Audi eine Geschwindigkeit von 193 km/h in einem Abschnitt, in dem 90 km/h erlaubt sind.
Foto: Policie ČR
„Unangemessene Geschwindigkeit ist leider eine der Hauptursachen für schwere und tragische Verkehrsunfälle, die in unserer Region in den letzten Tagen stark zugenommen haben“, sagte Polizeisprecher Jan Bílek.
Knapp zwei Stunden zuvor stoppte die Polizei in der Durchfahrt von Karlsbad einen anderen Audi-Fahrer, der mit 115 km/h unterwegs war, wo 70 km/h erlaubt sind. Da es sich um einen Fahrer mit Wohnsitz im Ausland handelte, musste er an Ort und Stelle eine Kaution hinterlegen.
Beiden Fahrern wurde an Ort und Stelle der Führerschein entzogen und die Weiterfahrt untersagt. Die durchgeführten Atemalkoholtests fielen bei beiden Fahrern negativ aus.
Geschwindigkeit ist eine häufige Ursache für schwere Unfälle in der gesamten Region Karlsbad. Seit Anfang dieses Jahres gab es über 1 500 Verkehrsunfälle, von denen etwa 200 durch unangemessene Geschwindigkeit verursacht wurden. Bei diesen Unfällen starben leider sechs Menschen. Die Schwere der Situation zeigen auch die jüngsten Unfälle auf der Autobahn D6 bei Březová und bei Hroznětín, bei denen hohe Geschwindigkeit vermutlich die Ursache war.
