Der alterlose Schlingel Hurvínek feierte Geburtstag! Das Museum eröffnete die Ausstellung der Marionetten-Legende

Die berühmteste tschechische Marionette kehrte an die Orte zurück, an denen ihr Schöpfer wirkte. Das Museum Eger (Muzeum Cheb) begrüßte kleine und große Gäste zur feierlichen Vernissage der Ausstellung „HURVÍNEK *1926 – FOREVER“. Die Eröffnung der Exposition fand am Samstag, dem 16. Mai, um 17:00 Uhr statt und wurde Teil der traditionellen Museumsnacht. Insgesamt ließen sich fast sechshundert Menschen dieses einzigartige Ereignis nicht entgehen und verbrachten eine angenehme Zeit im Museum bis in die späten Abendstunden. Dieses erfolgreiche grenzüberschreitende Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem deutschen Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda und wurde vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds unterstützt. Die Ausstellung beweist deutlich, dass das Erbe von Hurvínek und seinen Schöpfern auch nach hundert Jahren immer noch die Grenzen von Staaten und Generationen überwindet.

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Anlässlich der Feierlichkeiten zum hundertsten Geburtstag des allgemein geliebten Schlingels wurde eine zweistöckige Torte vorbereitet, die beachtliche fünfzehn Kilogramm wog. „Eine Portion dieser Geburtstagsüberraschung ging an jeden der Hunderte von anwesenden Gästen. Die Besucher genossen die Feier nicht nur bei der feierlichen Eröffnung selbst und in den Kreativwerkstätten, sondern auch das Märchen des bekannten Theaterensembles Buchty a loutky (Buchteln und Puppen), das um 19:00 Uhr stattfand, feierte einen großen Erfolg“, sagte der Leiter der Fachabteilung des Museums, Mgr. Michal Beránek.

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Die neue Ausstellung ist eine Hommage an die Marionette, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert, und bringt gleichzeitig die Lebensgeschichte des Puppenspielers und Schnitzers Gustav Nosek näher. Dieser enge Mitarbeiter von Josef Skupa verbrachte einen Teil seines Lebens in Eger (Cheb) und hinterließ hier in den 1960er und 1970er Jahren unvergessliche Spuren.

Die neue Exposition bietet weit mehr als nur einen Blick in die Geschichte. „Wir wollten Tradition mit einer modernen Form verbinden und sowohl Familien mit Kindern als auch Besucher aus dem Ausland ansprechen. Die Ausstellung ist komplett zweisprachig, und die Menschen können ausprobieren, was die Arbeit eines Puppenspielers beinhaltet, oder Spejbl und Hurvínek in verschiedenen Sprachen hören“, beschrieb die Mitautorin Mgr. Alena Koudelková die Absicht des Projekts.

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Teil des Projekts ist auch eine Bildungsebene, die sich an die jüngeren Generationen richtet. Der Museumspädagoge Jan Charvát ergänzte zum Begleitprogramm: „Schulkinder und Vorschulkinder können bei uns ihre eigene einfache Marionette basteln, und Oberstufenschüler wiederum erfahren, wie es möglich war, dass am Silvesterabend 1944 im Dresdner Gefängnis durch die Zellentüren ein fast zweistündiges Stück von Hurvínek und Spejbl im Gefängnis gespielt wurde.“

Die Besucher der Ausstellung würdigten auch den kurzen Einführungsfilm, in dem Hurvínek sie durch die Egerer Orte führt, die mit Gustav Nosek verbunden sind, sowie die interaktiven Elemente, die das Puppenspiel als eine lebendige, in die UNESCO-Liste eingetragene Tradition präsentieren.

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