Während die Unfallstatistiken in der Region Karlovy Vary in den ersten Monaten des Jahres noch keine Todesopfer fordern, fordert das Verhalten einiger Autofahrer das Schicksal förmlich heraus. Ein Beweis dafür ist ein Vorfall von Ende März, bei dem ein Fahrzeug mit fast 200 km/h an Polizeibeamten vorbeischoss. Dabei bleibt gerade unangemessene Geschwindigkeit die Hauptursache für schwere oder tragische Verkehrsunfälle.
Verkehrspolizisten der Abteilung für Verkehrsüberwachung führten Ende März dieses Jahres Kontrollen zur Einhaltung der Sicherheit und Flüssigkeit des Straßenverkehrs durch. Dabei konzentrierten sie sich auch auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.
„Kurz vor halb zehn Uhr abends überholte auf der Straße I/13 in Fahrtrichtung von Ostrov nach Karlovy Vary ein Pkw der Marke Audi eine Polizeistreife mit hoher Geschwindigkeit“, erklärte Polizeisprecher Jan Bílek. Die Beamten maßen bei dem Fahrer eine Geschwindigkeit von 183 km/h an einer Stelle, an der die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 90 km/h liegt. Aus diesem Grund nahmen die Polizisten die Verfolgung auf und stoppten das Fahrzeug vorschriftsmäßig.
Die Beamten führten bei dem Fahrer anschließend einen Atemalkoholtest durch, der negativ ausfiel. Dem 67-jährigen Fahrer wurde noch vor Ort der Führerschein entzogen und die Weiterfahrt untersagt. Zudem wurde gegen den Mann eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erstellt, die der zuständigen Verwaltungsbehörde zur weiteren Bearbeitung übergeben wurde.
„Gerade unangemessene Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für schwere oder tragische Verkehrsunfälle. Von Jahresbeginn bis Ende Februar kam es in der Region Karlovy Vary zu fast 350 Verkehrsunfällen, bei denen zum Glück keine tödlichen Verletzungen zu beklagen waren. Fünf Personen wurden schwer verletzt“, ergänzte der Sprecher.
