Dank ihres außergewöhnlichen Geruchssinns und ihres Engagements wurde erneut die Unentbehrlichkeit von Polizeihundeführern und ihren vierbeinigen Partnern bestätigt. Am Montag, dem 20. Oktober, in den frühen Morgenstunden, reihte sich Diensthund Kaly in die Riege der Helden ein, als er in einem Waldgebiet bei Cheb /Eger eine stark unterkühlte und desorientierte Seniorin aufspürte. Die Frau irrte in der kalten Nacht lediglich in einem Nachthemd und ohne Schuhe umher.
Foto: Polizei der Tschechischen Republik
„Am Montag, dem 20. Oktober, kurz vor vier Uhr morgens, meldete ein Mann aus Cheb über die Notrufnummer 158, dass er vor seinem Haus eine ältere Frau gesehen habe, die nur mit einem Nachthemd und Pantoffeln bekleidet war. Nach seinen Angaben sollte sie in Richtung des Waldes zu einer Kleingartenanlage gegangen sein“, sagte Polizeisprecher Jakub Kopřiva.
Angesichts der nächtlichen Stunde und der kalten Witterungsbedingungen begannen die Polizisten sofort mit der Suche nach der Frau. „An der Suche waren mehrere Polizeistreifen beteiligt, aber auch zum Beispiel ein Polizeihundeführer mit seinem Diensthund. Nach Sichtung der Aufzeichnungen der städtischen Kameras wurde festgestellt, wo die Frau im Nachthemd zuletzt gesehen worden war. An diesen Stellen begannen die Polizisten mit der Suche. Der Diensthund Kaly erfasste mit seiner Hundeführerin, Polizeihauptmeisterin (pprap.) Tereza Nováková, eine Spur in der Nähe eines Parkplatzes und führte die Polizisten anschließend bis zu einem Waldgebiet in der als ehemaliges Kloster bekannten Gegend, wo die dreiundachtzigjährige Frau nach etwa einer Stunde gefunden wurde – nur im Nachthemd, ohne Schuhe und bereits stark unterkühlt und desorientiert“, ergänzte der Sprecher.
Die Polizisten leisteten der Frau sofort Erste Hilfe, und nach wenigen Minuten wurde sie bereits den herbeigerufenen Rettungskräften des Rettungsdienstes übergeben.
„Es hat sich erneut gezeigt, dass Diensthunde ein unersetzlicher Bestandteil der Polizeiarbeit sind, insbesondere bei der Suche nach vermissten oder gesuchten Personen. Dank ihres außergewöhnlich entwickelten Geruchssinns können sie selbst winzige Geruchsspuren aufnehmen und sich in anspruchsvollem Gelände orientieren, wo die menschlichen Möglichkeiten begrenzt wären. In Kombination mit der fachlichen Ausbildung und der Erfahrung des Hundeführers bilden sie ein eingespieltes Team, das die Chancen auf eine erfolgreiche und rechtzeitige Auffindung von Personen erheblich erhöht. Der Einsatz von Diensthunden spielt somit eine Schlüsselrolle nicht nur bei Suchaktionen, sondern auch beim Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen“, teilte Jakub Kopřiva mit.
