Retromuseum Eger eröffnet zwei außergewöhnliche Ausstellungen, die in die Zeit der Normalisierung zurückblicken

Das Retromuseum Eger hat die Vernissage zweier neuer Ausstellungen vorbereitet, die sich auf bedeutende Ereignisse der Normalisierungszeit konzentrieren. Beide Ausstellungen mit den Titeln „Design: Tradition und Gegenwart, Eger 1977“ und „Sag einfach Sokolov… Festival des politischen Liedes 1973–1988“ werden feierlich am Mittwoch, dem 24. September um 17:00 Uhr, eröffnet.

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Die erste Ausstellung blickt auf ein Ereignis zurück, das 1977 in der Egerer Galerie stattfand und zum ersten Mal den Fachbereich Design in den böhmischen Ländern vorstellte. „Die Ausstellung wurde von Milena Lamarová, zu jener Zeit bereits international anerkannte Kuratorin des Kunstgewerbemuseums in Prag, vorbereitet“, so die Vertreter der GAVU Eger, die einer der Organisatoren ist. Lamarová machte den Begriff Design zur Hauptbotschaft der Ausstellung, obwohl dieses Wort während der Normalisierung mehr oder weniger verboten war, da es allzu sehr nach kapitalistischen Produktions- und Lebensstandards roch.

Die zweite Ausstellung präsentiert das Festival des politischen Liedes in Sokolov (Falkenau). Das Festival entstand zu Beginn der Normalisierung und wurde zum Symbol der damaligen offiziellen Kulturpolitik. „Für die Industrieregion in der Peripherie des Landes war es jedoch auch eine bedeutende Kulturveranstaltung, die Spitzeninterpreten der damaligen Popmusik hierherbrachte“, erklärten die Vertreter des Retromuseums. Das Retromuseum Eger präsentiert nun in Zusammenarbeit mit dem Museum Sokolov eine Ausstellung, die von einer repräsentativen Publikation begleitet wird und das gesamte Phänomen aus historischer Distanz betrachtet.