Oed /Poustka feierte 750 Jahre seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung

Am vergangenen Wochenende erlebte das Dorf Poustka /Oed eine große Feier anlässlich seines 750. Jahrestages seit der ersten urkundlichen Erwähnung. Die Veranstaltung begann mit einem festlichen Umzug in historischen Kostümen, der durch das Dorf bis zum Sportplatz führte, wo die Teilnehmer vom Bürgermeister Jan Ryba begrüßt wurden. Nach der Begrüßung begann das eigentliche Fest, das im Zeichen von Country-Tänzen, passender Musik und gutem Essen stand.

Mehr Fotos von der Veranstaltung hier

Die Geschichte des Dorfes Poustka, dessen deutscher Name Oed lautet, reicht bis ins Mittelalter zurück. Sein Name, der übersetzt „einsames oder verlassenes Haus“ bedeutet, entspricht der ersten schriftlichen Erwähnung aus dem Jahr 1275. Damals wurde es als Lehen der Familie mit dem Prädikat „von Oed“ erwähnt. Der Ortsteil Ostroh war historisch bereits früher mit Poustka verbunden, und beide Orte teilten ein gemeinsames Schicksal. Im Jahr 1976 wurden sie Teil von Františkovy Lázně (Franzensbad), aber nach der Wende machten sie sich wieder selbstständig und bildeten 1993 die heutige Gemeinde Poustka.

Mehr Fotos von der Veranstaltung hier

Wie Bürgermeister Jan Ryba betonte, war die Einrichtung eines eigenen Amtes im Jahr 2008 ein entscheidender Moment für das Dorf. „Seitdem haben wir ein rechtmäßiges Amt, die Menschen haben einen Ort, an den sie kommen und ihre Angelegenheiten mit uns besprechen können. Als kleines Dorf mit weniger als 180 Einwohnern mussten wir uns auf Fördermittel konzentrieren, weil wir uns ohne diese die notwendigen Reparaturen nicht leisten könnten. Ich denke, das gelingt uns, und man sieht, dass das Dorf sich sehr zum Positiven verändert hat“, beschrieb der Bürgermeister die Situation.

Als Beispiel nannte er die Reparatur der St. Wolfgangskirche, die sich im Besitz der Gemeinde befindet und deren vollständige Fertigstellung für das nächste Jahr geplant ist. Die Gemeinde bemüht sich, einen angenehmen Ort zum Leben zu schaffen. Der Bürgermeister lobt, dass junge Leute, die zum Studieren in die Stadt gegangen sind, nach einiger Zeit zurückkehren, um die Ruhe des Landlebens zu genießen.

Mehr Fotos von der Veranstaltung hier

Bürgermeister Jan Ryba bestätigte, dass das Ziel der Jubiläumsfeier, die bei wunderschönem Septemberwetter stattfand, die Präsentation der Talente der Einheimischen war. „Wir haben hier Verpflegung, aber vor allem Tänze und Live-Musik. Unsere Country-Gruppe ‚Poustevníci‘ trat auf und zwei lokale Bands spielten“, sagte er. Die Feierlichkeiten waren somit ein würdevolles und freudiges Gedenken an die reiche Geschichte des Dorfes.