Das Areal des Medard-Sees bei Sokolov steht an der Schwelle zu einem historischen Wandel. Die Gruppen Sokolovská uhelná und SUAS GROUP haben offiziell die Zusammenarbeit mit dem Gewinner der öffentlichen Ausschreibung für den Bau einer umfangreichen Infrastruktur besiegelt. Diese wird den ehemaligen Tagebau in ein modernes Erholungszentrum verwandeln. Kernelement wird ein 13 Kilometer langer Rundweg um den See sein, der die umliegenden Gemeinden verbindet und eine Infrastruktur bietet, die in der Region bislang fehlte.
Foto: Urheber SUAS GROUP
Einzelheiten zum Arbeitsbeginn erläuterte Pressesprecherin Jana Pavlíková: „Die Umgestaltung des Gebiets um den Medard-See bei Sokolov tritt in eine entscheidende Phase. Die Gruppen Sokolovská uhelná und SUAS GROUP haben den Werkvertrag mit dem Gewinner der öffentlichen Ausschreibung für den Bau eines 13 Kilometer langen multifunktionalen Weges um den See unterzeichnet. Dieser wird nicht nur Platz für Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater bieten, sondern auch interaktive Stationen, ein Informationszentrum und neue Parkplätze. Die Wege werden zudem den Zugang zum See für Rettungskräfte, die Feuerwehr und andere Einheiten des integrierten Rettungssystems erleichtern. Als Auftragnehmer fungieren die Firmen IR.Construction s.r.o. und Gardenline s.r.o., die sich zur Gesellschaft ‚IR.C+GLN_Medard‘ zusammengeschlossen haben. Der Baubeginn ist für Ende März 2026 geplant.“
Die Bedeutung des Projekts für die gesamte Region fasste Miroslav Cink, Direktor für IT und Strategie, zusammen: „Es handelt sich um einen entscheidenden Meilenstein, der das Erscheinungsbild des gesamten Gebiets um den Medard-See erheblich verändern wird. Das Projekt wird zum Sprungbrett für die weitere Entwicklung des Standorts und der gesamten Region. Aus diesem Grund hat es erfolgreich Unterstützung aus dem Operationsprogramm Gerechter Übergang (OPST) erhalten.“
Sprecherin Jana Pavlíková präzisierte zudem die technischen Parameter und den Umfang der Arbeiten: „Teil der Bauarbeiten wird neben dem multifunktionalen Weg auch die Errichtung von Parkflächen auf der Ostseite bei Habartov und auf der Westseite bei Svatava sein. Jede dieser Flächen wird ca. 200 Parkplätze bieten. Es kommt zur Verbindung des Süd- und Nordufers sowie zur Schaffung einer hochwertigen Infrastruktur für Besucher. Die Trasse wird edukative und interaktive Elemente, Aussichtspunkte auf den See sowie Informationstafeln bieten, die die Geschichte und Zukunft dieses einzigartigen Ortes näherbringen.“
Über die Aufrechterhaltung des öffentlichen Zugangs zum Wasser informierte Jiří Štěrba, Leiter des Teams für Strategie und Förderungen: „Der Sinn des Projekts zur Revitalisierung und Resozialisierung von Medard bleibt es weiterhin, die Zugänglichkeit des Ufers auf der gesamten Länge des Sees zu bewahren, damit die anschließende Bebauung und Entwicklung des Standorts den freien Zugang zum Wasser nicht beeinträchtigen kann.“
Zur eigentlichen Umsetzung und Sicherheit äußerte sich Karel Složil, Generaldirektor der Firma IR Construction s.r.o.: „Wir nehmen die Revitalisierung und Resozialisierung des Standorts Medard als eines der bedeutendsten Transformationsprojekte in der Tschechischen Republik wahr, das mit seinem Charakter den üblichen Baurahmen weit übersteigt. Es knüpft an den langfristigen und verantwortungsbewussten Ansatz der Gesellschaft Sokolovská uhelná gegenüber dem Gebiet an, das über Jahrzehnte die Energiewirtschaft und das Gastgewerbe der Region geprägt hat. Unsere Unternehmen bringen Erfahrungen mit der Realisierung technisch und organisatorisch äußerst anspruchsvoller Bauten in das Projekt ein, bei denen die Qualität der Ausführung, präzises Risikomanagement und die langfristige Nachhaltigkeit des Ergebnisses entscheidend sind. Teil unseres Ansatzes ist auch die Betonung der Beziehung zur Öffentlichkeit und deren Informiertheit.“
Abschließend fügte Sprecherin Jana Pavlíková Details zum Budget und zur Einzigartigkeit des Ortes hinzu: „Der Auftragnehmer wird in den kommenden Wochen einen detaillierten Realisierungszeitplan und einen Plan für den Ablauf der Arbeitsaktivitäten vorlegen. Daraus wird ersichtlich sein, wann und in welchem Umfang die Bauarbeiten die Bewegung der Besucher in der Umgebung des Sees vorübergehend einschränken könnten, und zwar ausschließlich aus Gründen der Sicherheit. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 658 Millionen Kronen, einschließlich der Unterstützung aus EU-Fonds. Der Medard-See ist der größte Rekultivierungssee in der Tschechischen Republik, entstanden durch die Flutung der Restlöcher der Braunkohletagebaue Medard und Libík. Seine Fläche beträgt fast 500 Hektar, was etwa zwei Máchovo-Seen auf einer Fläche entspricht.“
