Fährt Arriva bald mit 200 km/h in Westböhmen?

Der Eisenbahnverkehrsanbieter Arriva hat wichtige Fortschritte beim Bau einer neuen Generation von Elektrischen Triebzügen bekannt gegeben. Ab Dezember 2028 sollen die modernen Züge auf den Fernverkehrsstrecken zwischen Prag, der Region Pilsen und Westböhmen eingesetzt werden, wovon auch grenzüberschreitende Fahrgäste profitieren. Bei Škoda Group ist die Konstruktion abgeschlossen, und im Werk Ostrava hat der Prototypenbau begonnen. Die ersten Wagenkästen sind fertiggestellt und bereits lackiert.

Foto: Arriva

Wie Arriva mitteilt, umfasst der Vertrag mit Škoda Group über 7 Milliarden CZK (ca. 280 Mio. Euro) insgesamt 22 barrierefreie Elektrotriebzüge der Plattform Škoda 26Ev. Die bis zu 200 km/h schnellen Züge werden unter anderem auf der Hauptverbindung Ex6 Prag – Pilsen – Cheb (Eger) verkehren.

Nach Angaben von Arriva wechselt das Projekt damit von den technischen Zeichnungen direkt in die Fertigung. Die Mehrsystemzüge sind technisch auch für den grenzüberschreitenden Einsatz vorbereitet und können für das deutsche Stromnetz (15 kV AC) angepasst werden.

Hoher Komfort für Fahrgäste in der Region

Was die neuen Züge von Arriva bieten werden:

  • Kapazität und Komfort: 3-teilige Züge mit 224 Sitzplätzen, 4-teilige Züge mit 315 Sitzplätzen (jeweils 1. und 2. Klasse).

  • Moderne Ausstattung: Vollklimatisierte Wagen, kostenfreies WLAN, Steckdosen an den Plätzen, modernes Fahrgastinformationssystem und barrierefreie Toiletten.

  • Schnelligkeit und Sicherheit: Ausstattung mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS und Druckertüchtigung für die komfortable Fahrt mit 200 km/h auch in langen Tunnelabschnitten.